8.000 Befragte, 13 Länder und unzählige Datenpunkte – unser „European Travel Trend Report 2026“ ist weit mehr als nur eine Sammlung von Statistiken. Er ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit mit den Marktforschungs-Experten von Appinio. Doch wie stellt man sicher, dass die Daten aus Polen mit denen aus Irland vergleichbar sind? Und wie filtert man aus Millionen von Antworten genau die Insights heraus, die für unsere Reisenden wirklich zählen?
Wir haben bei Appinio nachgefragt und mit ihnen über Methodik, Innovation und die Zukunft der Reiseplanung gesprochen.
Der „European Travel Trend Report 2026“ ist eines unserer bisher größten Datenprojekte. Warum ist es aus eurer Sicht als Marktforscher gerade jetzt so wichtig, die Reisetrends europaweit so tiefgehend zu analysieren?
APPINIO: Ein wirklich guter Report ist heute die Brücke zwischen harter Statistik und einer fesselnden Geschichte. In einer so volatilen Welt wie heute bringt es nichts, sich auf das Bauchgefühl zu verlassen. Damit ein Bericht wie unserer funktioniert, müssen methodische Integrität und echte Relevanz für die Menschen zusammenkommen. Bei 13 verschiedenen Märkten müssen wir sicherstellen, dass die Fragen überall gleich verstanden werden, aber dennoch Raum für lokale Nuancen lassen. Der Report liefert uns die Antwort auf das „Warum“ hinter dem Buchungsverhalten – zum Beispiel, warum der Urlaub für viele Europäer trotz Inflation die Priorität Nummer eins bei den Ausgaben bleibt.
Wir haben bei diesem Report ja sehr stark auf ein gemeinsames Datenfundament gesetzt. Wie habt ihr uns in diesem Prozess als Partner wahrgenommen?
APPINIO: Innovation bedeutet für uns nicht nur, die neueste Technik zu nutzen, sondern den Mut zu haben, den Status Quo konsequent zu hinterfragen. Ihr habt genau das getan: Statt auf veraltete Daten zu setzen, wurde die gesamte Strategie für den Reisesommer 2026 auf ein massives, paneuropäisches Datenfundament gestellt. Was uns besonders beeindruckt hat: Ihr sucht den ehrlichen Dialog mit den Daten. Es ging nicht darum, bestehende Meinungen bestätigen zu lassen, sondern ehrlich zu ergründen, wie sich Bedürfnisse – zum Beispiel das Thema „Reisen als psychologische Notwendigkeit“ – gewandelt haben. Diese kompromisslose Kundenzentrierung ist in der Touristik-Branche ein echter Benchmark.
8.000 Befragte in 13 Ländern – das klingt nach einem organisatorischen Kraftakt. Welche Best Practices könnt ihr Unternehmen empfehlen, die solche Großprojekte planen?
APPINIO: Drei Punkte sind aus unserer Sicht kritisch für den Erfolg:
- Fokus statt Gießkanne: Man ist oft versucht, 50 Fragen zu stellen. Aber die besten Insights entstehen durch Präzision. Wir haben gemeinsam darauf geachtet, den Fragebogen kompakt und die Antwortqualität damit hoch zu halten.
- Daten-Demokratisierung: Ein Best Practice bei euch war es, die Ergebnisse über interaktive Dashboards direkt für eure Teams in allen Ländern zugänglich zu machen, statt statische PDFs zu verschicken. Daten sind nur wertvoll, wenn jeder im Team damit arbeiten kann.
- Methodik trifft PR: Man muss die Forschungsziele frühzeitig mit der späteren Kommunikation „verheiraten“. Fragen müssen so neutral gestellt sein, dass sie objektiv bleiben, aber gleichzeitig die Substanz für starke Schlagzeilen liefern.
Wie sieht eigentlich die methodische Arbeit im Hintergrund bei Appinio aus, damit wir solche Insights in dieser Geschwindigkeit erhalten?
APPINIO: Wir setzen auf eine technologiegestützte Echtzeit-Marktforschungsplattform. Das bedeutet konkret:
- Zentralisierung: Wir koordinieren Übersetzungen und länderspezifische Freigaben simultan auf der Plattform, was den Prozess enorm beschleunigt.
- Repräsentativität: Über präzise Quoten stellen wir sicher, dass die 8.000 Befragten ein exaktes Abbild der Bevölkerung in den jeweiligen Märkten sind.
- Tiefe durch Filter: Dank unserer Dashboards können wir sofort vergleichen, wie sich z. B. stressgeplagte Reisende in Deutschland von denen in Rumänien unterscheiden. Wir liefern keine Datenberge, sondern Actionable Insights.
Jetzt liegen die Daten auf dem Tisch. Was ist für euch der wichtigste nächste Schritt, damit aus diesem Trendbericht auch echte Veränderung für die Reisenden wird?
APPINIO: Die Daten sind erst der Anfang. Der wahre Wert entsteht in der Aktivierung. Wenn ihr schwarz auf weiß seht, dass 57 % der Menschen primär zur Entspannung reisen, fließt das direkt in euer Produktdesign und die Marketing-Tonalität ein. Marktforschung ist bei dieser Partnerschaft kein Rückspiegel, sondern das Scheinwerferlicht für eure kommenden Entscheidungen.
FRAGE: Jetzt, wo die Ergebnisse schwarz auf weiß vorliegen: Wie stellt ihr sicher, dass solche Insights bei Partnern wie uns nicht in der Schublade landen, sondern echte Veränderung für die Reisenden bewirken?
APPINIO: Die Daten sind für uns erst das Fundament – der eigentliche Wert entsteht in der Aktivierung. Was uns bei dieser Zusammenarbeit besonders begeistert, ist die Geschwindigkeit, mit der ihr die Ergebnisse in die Tat umsetzt. Wenn wir sehen, dass über 57 % der Menschen primär zur Entspannung reisen, bleibt das bei euch keine bloße Statistik. Es fließt direkt in die Gestaltung der Reiseangebote und die Tonalität eurer Kommunikation ein. Marktforschung wird hier nicht als „Rückspiegel“ genutzt, um Vergangenes zu analysieren, sondern als strategisches Scheinwerferlicht für eure kommenden Entscheidungen. Das macht das Projekt für uns zu einem Paradebeispiel für Actionable Insights.
Neugierig auf die Ergebnisse? Den ersten und zweiten Teil des European Travel Trend Reports der DERTOUR Group finden Sie hier: European Travel Trend Report • DERTOUR Group